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unsere Bildzeitung… Das tut weh! | Pflaster weg im Steintor

Das tut weh!Pflaster weg im Steintor

Initiativen-Sprecher Klaus Schlösser (3.v.li.) und seine Nachbarn fordern: „Das Kopfsteinpflaster soll bleiben“
Initiativen-Sprecher Klaus Schlösser (3.v.li.) und seine Nachbarn fordern: „Das Kopfsteinpflaster soll bleiben“
Foto: Verena Hornung
von: HOLGER BLOEHTE veröffentlicht am

Bremen –  Schön ist es ja, und charakteristisch fürs Viertel sowieso.

Doch für Radler und Rollstuhlfahrer ist Kopfsteinpflaster vor allem nervig und unbequem. Darum sollen die letzten Bremer Straßen mit dem historischen Belag neue, langweilige Asphaltdecken bekommen.

Die neu gegründete Bürgerinitiative „Stadtbild-Bremen“ will das verhindern. Pflaster weg? Das tut weh!

 

An der Schweizer Straße sieht man den Unterschied zwischen Asphalt und KopfsteinpflasterAn der Schweizer Straße sieht man den Unterschied zwischen Asphalt und Kopfsteinpflaster
Foto: Verena Hornung

Sprecher Klaus Schlösser (62) wohnt in der Hollerstraße. Dort soll das Pflaster nach einer geplanten Kanalsanierung unter Asphalt verschwinden: „Bei einer Bürgerversammlung wurde mal eben mitgeteilt, dass unser Kopfsteinpflaster verschwinden wird.“

Es gab sofort Widerstand. Denn die meisten Viertelbewohner lieben den rund 100 Jahre alten Straßenbelag.

Anwohner und Mitstreiter Rainer Stadtwald (61): „Die typischen Bürgerhäuser und das Natursteinpflaster machen doch den Charme des Viertels aus. Das darf nicht zerstört werden.“

Deutliche Botschaft: Die Anwohner haben Transparente aufgehängt

Deutliche Botschaft: Die Anwohner haben Transparente aufgehängt
Foto: Verena Hornung

Verantwortlich ist Bremens Bausenator Joachim Lohse (58, Grüne). Schlösser orakalt: „Hier hat seine Partei eine große Mehrheit. Doch mit dieser Politik verprellt der Senator seine Wähler.“ Mit Flugblättern, Unterschriftenlisten und im Internet wollen die 50 Mitglieder der Bürgerinitiative für den Erhalt ihrer historischen Straßen kämpfen.

Dazu Jens Tittmann (49), Sprecher der Baubehörde: „Wir haben nichts gegen Kopfsteinpflaster. Aber Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Sicherheit für Radfahrer ist uns sehr wichtig.“

Immerhin: In den nächsten Tagen soll ein Runder Tisch gegründet werden.

BILD bleibt dran.

http://www.bild.de/regional/bremen/bremen/anwohner-kaempfen-fuer-kopfsteinpflaster-53274478.bild.html

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