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3 Comments

  1. Jörn Jörn

    Verstehe ich das richtig:

    Sie machen Ihre Wahlentscheidung bei einer Bundestagswahl davon abhängig, ob Ihre Straße asphaltiert wird?

    • Max Max

      Selbstverständlich wird keiner der hier Beteiligten seine Wahlentscheidung nur davon abhängig machen, ob irgendeine Straße gepflastert wird oder nicht.

      Hinter der einfachen Aussage „Wer asphaltiert wird nicht gewählt!“ wird folgende Kritik zusammengefasst (wie auch hier [http://stadtbild-bremen.de/unser-thema] auf der Homepage zu lesen ist):

      -Die nicht vorhandene Transparenz bei politischen Entscheidungsprozessen und insbesondere bei der Finanzierung und Durchführung von Bauvorhaben
      -keine Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Projekten
      -keine Berücksichtigung der Bürgerinteressen
      -keine Diskussionsbereitschaft und mangelndes Interesse an einem fachlichen Austausch mit offenem Ausgang
      -die Ideenlosigkeit und Kurzsichtigkeit der Stadtplanung bei der kostspieligen Umgestaltung öffentlicher Räume und
      -dass Entscheidungen nach persönlichen Prinzipien und nicht auf Grundlage objektiver fachlicher Aspekte *im Einzelfall* getroffen werden.

      Ich sehe es als eine einmalige Möglichkeit nach 150 Jahren, Straßen unter Berücksichtigung der heutigen Bedürfnisse (z.B. Rettungssicherheit, Barrierefreiheit, historischer Charme, Straßenbild, …) zu verschönern.

      Alle Interessenvertreter (z.B. der betroffenen Anwohner der Hollerstr., der Grundschule in der Schmidstr., der Bremer Heimstiftung im Fundamt, …) bevorzugen einen alternativen Plan für die Hollerstraße anstatt die ursprüngliche Planung der Stadt. Das Angebot die Straßenneugestaltung in einer kleinen Gruppe auf fachlicher Ebene mit den Experten des Amt für Straßen und Verkehr zu diskutieren, wurde Seitens der Politik abgelehnt.

      Die Entscheidung, ob z.B. nun Asphalt oder Kopfsteinpflaster im Einzelfall als Straßenbelag gewählt wird, sollte das Ergebnis eines transparenten, demokratischen und auf Fakten basierenden Entscheidungsprozesses sein. Stattdessen gab es am 8.6.17 ohne eine öffentliche Diskussion die Rot-Grüne Grundsatzentscheidung: Nach einer Sanierung ab jetzt Asphalt auf allen Straßen im Land Bremen!

      Ist die Ignoranz bei der Frage „Asphalt oder Pflaster?“ hier ein Beispiel für gelebte Rot-Grüne Politik?
      Ist die Wählerstimme die einzige Möglichkeit der Bürger bei politischen Entscheidungen mitzuwirken?
      Es wäre schön, wenn beide Fragen mit einem Nein beantwortet werden!

      Während sich die Spitzenkandidaten von SPD und Grüne im Bundestagswahlkampf „bürgernah“ geben, sich für mehr Bürgerbeteiligung einsetzen und die Interessen des Einzelnen stärker berücksichtigen wollen, machen die selben Parteien, die hier die Regierung stellen, eine gegenteilige Politik.

      Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen und würde mich sehr darüber freuen, wenn die Bremer Grünen und die SPD die Wahlkampfversprechen von Herrn Schulz und Frau Göring-Eckardt schon jetzt dort in die Tat umsetzen würden, wo sie es können.

    • Klaus Klaus

      Es gilt mal wieder: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Meines Wissens haben sich weder Angelika Merkel noch Martin Schulz zur Frage der Straßenoberflächen im Bremer Viertel geäußert. Das ist auch wahrlich nicht ihre Baustelle. Die – zugegebenermaßen schroffe Botschaft – geht also an verantwortliche BREMER Lokalpoltiker. DIE wählen wir nicht mehr, wenn sie Bürger missachten, Dialog verweigern, Argumente nicht hören, Vorschläge mit der ARROGANZ IHRER MACHT ignorieren. Denn: Wer Demokratie und Bürgerdialog im Kleinen gleich um die Ecke verweigert, zerstört auch Vertrauen ins demokratische System und die Parteienlandschaft insgesamt. Bloß weil wir uns gerade für unser Stadtteilquartier engagieren, sind wir nicht blöd: Ja, ein starkes Europa, Chancengerechtigkeit durch Bildung, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, menschenwürdige und bezahlbare Betreuung für Kranke und Alte und, und, und… finden wir auch wichtig und am Ende natürlich wichtiger als „Pflaster oder Asphalt im VIERTEL“. Aber: Wer sich mit den großen Themen vor den Wahlen profiliert, seine Versprechen aber nach den Wahlen erfahrungsgemäß vergessen hat und obendrein das Zuhören in seiner Nachbarschaft verlernt hat, darf sich über Vertrauensverlust nicht wundern.

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