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Asphalt – Zaubermittel der Stadtplanung oder Bausünde von morgen?

Was Bremen von Flensburg, Münster oder Freiburg lernen kann

Schon der Volksmund weiß: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert!“

Gute Vorsätze heutiger Stadtplanung lauten: Straßen sollen fahrradfreundlich, barrierefrei und behindertengerecht gestaltet werden. Wer würde da widersprechen? Niemand! Aber – auch das weiß der Volksmund: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!

Das Patentrezept der aktuellen Stadtplanung in Bremen lautet: Wir kippen durchweg Asphalt auf unsere Straßenoberflächen. Der ist glatt und billig und bequem für Fahrradfahrer. Deshalb setzen wir Asphalt in Zukunft nicht nur bei neuen Landstraßen oder für Hauptverkehrsachsen ein sondern ersetzen das historische Kopfsteinpflaster nach und nach in allen historischen Quartieren der Stadt durch Asphalt.

Andere Städte in Deutschland haben inzwischen längst erkannt, dass das Zaubermittel „Asphalt“ sie schnurstracks eine Sackgasse geführt und den Charme ihrer Innenstädte und historischen Quartiere zerstört hat. Freiburg, Münster, Flensburg überlegen heute, wie sie die Bausünden einer Zeitgeist-Mode der Stadtplanung wieder korrigieren können, die seelenlosen Asphaltstraßen wieder rückbauen und den historischen Charakter ihrer Quartieren wiederherstellen können.

Sie haben erkannt

  • Grauer Asphalt macht historische Quartiere geschichts- und seelenlos.
  • Kopfsteinpflaster erhält Aufenthalts- und Lebensqualität und fügt sich harmonisch ein in historische Architektur.
  • Kopfsteinpflaster ist nachhaltig und langfristig haltbar. Während eine Asphaltstraße nach 10 bis 20 Jahren mit Schlaglöchern und Frostaufbrüchen durchzogen ist, hält Kopfsteinpflaster locker 50 Jahre.
  • Auch mit Kopfsteinpflaster lassen sich zeitgemäße Ziele wie Fahrradfreundlichkeit und Barrierearmut sehr wohl erreichen – beispielsweise durch geschliffene Oberflächen, eng gesetzten Fugen oder Kombilösungen mit eigenen Angebotsstreifen.

Seit 2015 gelten in Flensburg deshalb z.B. neue „Leitlinien zur Gestaltung von Natursteinstraßen“. Die Gründe für die Rückbesinnung auf die Qualitäten von Kopfsteinpflasterstraßen, die Ziele des Rückbaus  von Bausünden der Vergangenheit und Lösungsvorschläge für die Vereinbarkeit von Natursteinpflaster und Fahrradfreundlichkeit und Barrierearmut finden Sie hier

http://www.flensburg.de/PDF/Leitlinien_zur_Gestaltung_von_Natursteinstrassen.PDF?ObjSvrID=2306&ObjID=568&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=

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